Kombination

Die Nasenwand kommt heute als zweiter Klettersteig dran. Nachdem wir den aussergewöhnlichen Staumauer-Klettersteig SCHLEGEIS 131 besucht haben, bietet sich diese Kombination am Heimweg an. Zuletzt waren wir vor 7 Jahren vor Ort. Zum Einstieg sind es nur ein paar Schritte und los geht’s. Entgegen der wohl schon etwas verwaschenen Erinnerung sind auch im unteren Abschnitt schon einige knifflige Stellen zu klettern. Beweglichkeit ist gefragt, wenn herausfordernde Seilführung und grosse, abdrängende Stufen zu bewältigen sind. Zudem tropft der Nasenwand die Nase und die Nässe macht einige Passagen glitschig. So wird schon etwas Kraft verbraucht, ehe man zur Schlüsselstelle kommt. Noch nicht in den Topos eingezeichnet, lässt sich diese rechts umgehen. Wir klettern links die teils überhängenden, schwierigen fünf Segmente, die wirklich Spass machen. Hier sind Muskeln und zum Fotografieren eine mittige, kurze Bandschlinge zum Fixieren beim Fotografieren gefragt. Die folgenden zwei Seilbrücken sind zum Entspannen grad recht. Das Wandbuch steckt in einer edlen Schatulle. Für die vertikale Ausstiegswand werden nochmals die Kräfte mobilisiert – dann stehen wir am Top und geniessen den Blick ins Tal und den darüber aufragenden Dreitausendern. Der Abstieg ist einfach und die nasse und rutschige Fels durchsetzte Stelle ist versichert. Ein feines Essen mit lokaler Kost rundet unseren Tag ab. Kurz und gut: EINE TOLLE KOMBINATION.